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4. Oktober 2025

Cloud-Migration einer Schule

Ein Server im Keller, der alles am Laufen hält und wenn er ausfällt, kann niemand mehr arbeiten. Wie wir das für die Schule Freidorf-Watt geändert haben.

CloudAzureMicrosoft 365BildungIT-Infrastruktur

Montagmorgen, erste Stunde. Die Lehrerin drückt auf den Powerknopf ihres PCs und nichts passiert. Nicht wegen ihres Rechners. Sondern weil der Server im Keller ausgefallen ist. Genau das war das Risiko bei der Schule Freidorf-Watt. Die gesamte IT hing an einem einzigen physischen Server.

Was lief da eigentlich auf diesem Server?

Unter anderem das Active Directory. Das ist im Grunde die Benutzerverwaltung einer Organisation. Jeder Account, jedes Passwort, jede Berechtigung läuft darüber. Wenn sich jemand an einem Schul-PC einloggt, fragt der Computer im Hintergrund beim Server an: "Darf dieser Benutzer rein?" Antwortet der Server nicht, kommt niemand rein. Kein Desktop, keine Arbeit.

E-Mail und Teams liefen zwar schon in der Cloud, nun war es aber an der Zeit die restliche Infrastruktur ebenfalls in die Microsoft Cloud zu bringen.

Was passiert, wenn dieser eine Server ausfällt?

Ganz einfach: Chaos. Jeder PC verweigert sofort den Zugang. Lehrpersonen und Schüler stehen vor gesperrten Geräten, weil sich niemand einloggen kann. Wer Daten auf dem Server gespeichert hat, sieht diese ebenfalls nicht mehr. Ein IT-Partner muss physisch vor Ort erscheinen, und bis der Einsatz organisiert und erledigt ist, vergehen Stunden.

Was hat sich durch die Migration verändert?

Alles, was lokal im Keller der Schule auf Hardware läuft, soll in die Cloud. Konkret wurde folgendes umgestellt:

  • Active Directory → Microsoft Entra ID: Die Benutzerverwaltung läuft jetzt über Microsofts globale Infrastruktur.
  • Dateiserver → SharePoint & OneDrive: Überbleibsel von Benutzerdateien auf dem Server liegen in der Cloud, sind von überall erreichbar und werden automatisch versioniert.
  • Lokales NAS-Backup → automatisierte Cloud-Backups: Backups laufen automatisch und werden extern gespeichert.
  • Manuelle Gerätekonfiguration → Microsoft Intune: Jedes Gerät lässt sich zentral über die Microsoft Cloud konfigurieren, überwachen und aktualisieren.

Das Zero-Touch-Wunder: neue PCs einfach auspacken und loslegen

Ein Thema das auch im laufenden Betrieb immer wieder aufkommt, ist die Beschaffung neuer Geräte. Früher musste die Schule einen neuen PC bestellen, der dann zum IT-Partner ging, damit er ihn einrichtet und konfiguriert.

Mit Intune, der Geräteverwaltungssoftware von Microsoft sieht der Beschaffungsprozess neuer Geräte wesentlich einfacher aus: Die Schule bestellt einen neuen PC beim Lieferanten. Statt dass das Gerät zuerst zur IT muss, wird es direkt an die Schule geliefert. Die Lehrperson packt es aus, schaltet es ein und meldet sich mit ihrem Schulkonto an.

Nach der ersten Anmeldung werden alle nötigen Programme installiert, Einstellungen konfiguriert, Drucker konfiguriert und Sicherheitsrichtlinien angewendet. Alles automatisch ohne manuelle Eingaben.

Was hat die Schule Freidorf-Watt jetzt konkret davon?

Alle Personen an der Schule können sich jederzeit und von überall aus an ihrem Gerät anmelden. Sicherheitsupdates passieren automatisch, kein IT-Partner muss dafür mehr am Wochenende anrücken. Und neue PCs werden direkt an die Schule geliefert: auspacken, einloggen, fertig.

Kurz gesagt: Routineaufgaben, die früher Koordination und Aufwand bedeuteten, laufen heute im Hintergrund. Ein zusätzlicher Faktor: durch den Wegfall des Unterhalts von Servern vor Ort spart die Schule auch Geld für Ersatzteile, Strom und Wartung.

Ihre Firma hat auch noch einen Server im Keller?

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie, wie Sie Ihre IT-Infrastruktur in die Cloud migrieren können.

Fragen dazu? Wir beraten Sie gerne.

Jan Meier

Jan Meier

Software Engineer & IT-Consultant